Pichilemu – das verschlafene Surferstädchen

Die Anreise mit der Buscompany TanSantin ist unkompliziert und dauert von Santiago aus 3 – 4 Stunden. Während der Fahrt durchqueren wir weite Ebenen, hügelige Landschaften und jetzt im Frühling blüht alles gelb. Erinnerungen an schweizer Rapsfelder und indische Senffelder kommen auf. Nach der letzten Kurve sehe ich es endlich, das Meer welches mit kräftiger Gischt am Stand aufkommt. Es windet und doch ist die Sonne stark und lässt Ferienstimmung aufkommen.

Von der Busstation Parada Centro ist das Hostal Moreno, mein Zuhause und Arbeitsplatzt für die Tage hier, in knapp 5 Minuten zu Fuss zu erreichen. Endlich spüre ich, dass ich hier bin. In Südamerika. Architektur, Flora und Fauna, Gerüche – alles ist anders. Da das Hostal aufgrund Umbauarbeiten geschlossen ist, gibt es weniger und andere Arbeit als erwartet. An zwei Tagen roden wir im Garten, die Dachterrasse wird gestrichen, Wäsche gemacht und natürlich gekocht und geputzt. Abgesehen davon bekomme ich von Nacho, meinem Workaway Chef, einen wunderbaren Einblick in die chilenische Kultur. Viel BBQ, die näher Umgebung entdecken und Wein trinken – cachai?

Wir fahren am ersten Abend nach Cahuil zu den Salzseen und mehrmals zu DEM Sunsetpoint Punta de Lobos. Viele Wege führen dort runter an und in das Meer und man findet mit Hilfe auch versteckte Ponds mit etwas wärmerem Badewasser. Hier am Punto de Lobos surfen die Profis und es ist immer sehr windig. Aufgrund der eher kühlen Wetterverhältnisse habe ich in der Surferhochburg Chiles aber selber nicht gesurft. Einen Tag haben sie mich nach Posa de Encanto entführt, was etwa 1 Stunde von Pichilemu entfernt ist. Der See, süsse farbige Eidechsen und eine grosse haarige Spinne haben mich hier überrascht. Die Ruhe und Schönheit hat mich von diesen Ort überzeugt, der ohne 4×4 und Locals jedoch nicht zu erreichen ist.

Wenn ihr Kaffee mögt, ist das Sweet Rock sehr zu empfehlen, für die besten Fritten geht ihr ins Casa del Verte und eine grosse Auswahl an leckeren Pizzen gibt es im Pulpo. All diese Plätze plus das Meer, Supermärkte und Gemüseläden sind in knapp 5 Minuten zu Fuss zu erreichen.

Gekrönt wurde mein Aufenthalt in Pichilemu mit einem Ausflug nach Santa Cruz, zum Weingut Estampa, meinem vegetarischen Geburtstags BBQ und der anschliessenden Party. Auch Sasha, ein ehemaliger Gast von mir, und seine Freundin Trix haben mich auf ihrem Weg in den Süden besucht und mein Aufenthalt hier mit schweizer Würze versehen.

Da aktuell nicht Hauptsaison ist, wirkt das Städtchen etwas ausgestorben und viele Shops und Restaurants sind geschlossen. Pichilemu ist jedoch für alle Surfer ein Muss und auch für alle Nicht-Surfer einen Stopp wert.

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