Endlich Strand – Punta del Este und der Rest meiner Tage in Uruguay

Ihr wisst, ich reise für mein Leben gerne, geniesse Berge, Wüsten, Flüsse, Wälder und zwischendurch Städte gleichermassen, aber nichts gibt mir mehr das Gefühl in den Ferien zu sein als der Strand. Somit habe ich mir in Uruguay einige Strandtage eingeplant.

Rund um Uruguay
Uruguay ist ein kleines Land in dem es mehr Kühe als Einwohner gibt. Etwa 10 – 12 Millionen bei 3.5 Millionen Einwohner. Ansonsten haben wir auch hier eine Geschichte der Kolonialisierung durch Portugal und Spanien. Damals beherbergte Uruguay den einzigen Hafen in der Region, der Sklavenhandel betreiben durfte. Das und die Viehzucht (Kühe und Pferde) machten Uruguay reich und heute ist es eines der stabilsten und demokratischsten Länder Südamerikas. Vor 100 Jahren haben sich Staat und Kirche getrennt und es gilt Glaubensfreiheit, als zweites Land Südamerikas wurde die Ehe für Homosexuelle eingeführt und zudem ist Uruguay das einzige Land in Südamerika indem Marihuana legal ist. Nördlich liegt Brasilien und die natürliche Landesgrenze mit Argentinien im Westen ist der Fluss Rio de la Plata. Viele Strände sind einen Mix aus Frischwasser und Salzwasser aufgrund des Rios. Punta del Este ist der erste reine Atlantikstrand und in diese Touristenhochburg hat es mich für knapp 3 Tage verschlagen.

Meine Rundreise
Mit der Fähre von Buquebus bin ich von Buenos Aires nach Colonia gereist. Colonia ist die älteste Stadt in Uruguay und wurde von den Portugiesen errichtet. In einem Nachmittag hat man sich das Fischerdörfchen inklusive Leuchtturm und Handwerkermarkt (Feria Artesanal) angeschaut und somit reiste ich noch am gleichen Abend nach Montevideo, wo ich wieder bei Leuten mit Couchsurfing übernachtet habe. In Montevideo habe ich die Curioso Free Tour gemacht und von Gerardo so viele Jahrzahlen gehört, dass ich keine Chance hatte, alles zu behalten. Aber ich bin davon überzeugt, ich hätte Geschichte mit so einem Lehrer lieber gemocht. Die Altstadt ist historisch und gut zu Fuss begehbar. Im Allgemeinen ist Montevideo übersichtlich, hat einige Strände und ich fühlte mich sicher.

Da aktuell für alle Südamerikaner Ferien sind, ist Punta del Este ziemlich überlaufen und teuer. Im Hostel Viajero Brava Beach habe ich eine gute Gruppe kennengelernt und dem Amerikaner etwas Spanischunterricht gegeben und mit den anderen mein Spanisch geübt. Wir haben zusammen gefeiert und waren im Moby Dick tanzen, haben uns am Stand gesonnt und wurden von einem Uruguayo mit Gitarrenklängen und Mate überrascht und haben uns für einen Tag ein Auto gemietet. Wir haben den Leuchtturm in José Ignazio angeschaut und sind dann bis nach Punta Diablo gefahren. Wir haben im El Diablo Verde, einem wunderbaren Restaurant, gegessen. Nacho führt es seit zwei Jahren und ist spezialisiert auf vegetarische und vegane Küche. Da er im Herzen aber ein richtiger Uruguayo ist, gibt es natürlich auch Cevice (roher Fisch), Stakes und gute Drinks. Am Strand von Punta Diablo war ich Wellenspringen und habe mich wie ein kleines Kind gefühlt. Wie schon am Tag zuvor, als ich den Klängen von Marcos Gitarre gelauscht habe, war dieses Gefühl von Symbiose und innerem Frieden wieder da. Alles ist genauso, wie es sein soll. Der Regen hat uns vom Strand vertrieben und uns davon abgehalten, noch mehr anzuschauen. Gerne wäre ich hier noch etwas geblieben. Das unkomplizierte Fischermannsdörfchen, das gute Essen und die Sanddünen haben mich um den Finger gewickelt. Die schönen Männer waren eventuell auch nicht unschuldig. Leider ist meine Planung dieses Mal straff und so ging es nach einer weiteren Partynacht in Punta del Este ohne Schlaf zurück nach Buenos Aires und von da aus mit einem luxuriösen Bus nach hoch nach Puerto Iguazú.

Budget & Fazit
Uruguay ist gerade jetzt im Januar echt teuer und ich habe für die wenigen Tagen weit über meinem Budget gelebt. 19.-24.01. habe ich gut 450  USD ausgegeben. Unter anderen Umständen hätte ich in diesem Land der Kühe, des Mates und den schönen Stränden jedoch gerne noch mehr Zeit verbracht.

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